Ausstellungen im Heimatmuseum
Das Heimatmuseum Lengsdorf zeigt die Entwicklungsgeschichte eines Bonner Ortsteils an einem einzigen Ort, durchgehend und über Jahrtausende hinweg. Seine Ausstellungsarbeit ruht auf drei Säulen. Die Dauerausstellung füllt die Räume des Hauses und führt in einem festen Rundgang von den ersten Siedlungsspuren bis in das 19. Jahrhundert. Daneben richtet das Museum in regelmäßigen Abständen Sonderausstellungen zu wechselnden Themen aus Heimat- und Volkskunde ein, ergänzt durch Vorträge und Exkursionen. Hinzu kommt der Tag des offenen Museums, an dem der Heimat- und Verschönerungsverein die Türen öffnet und altes Handwerk vorführt. Führungen durch das Museum und den Außenbereich sind auf Anfrage möglich. Die folgenden Abschnitte führen zu den drei Bereichen und zu den Seiten, auf denen sie ausführlich beschrieben sind.
Dauerausstellung Ausstellungsraum
Die Dauerausstellung ist kein einzelner Saal, sondern das Haus selbst. Seine Räume ergeben zusammen einen Rundgang durch die Geschichte Lengsdorfs, von den ersten Siedlungsspuren der Vorgeschichte bis in das 19. Jahrhundert. Zu sehen sind vor- und frühgeschichtliche, römische und fränkische Funde ebenso wie Lengsdorfer Keramik aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Bäuerliche und bürgerliche Sachkultur der beiden folgenden Jahrhunderte tritt hinzu: Möbel, Hausrat, Arbeitsgerät, Werkzeug aus der Schuhmacherei sowie Fahrzeuge und Geräte der Winzer. Dokumente zur wirtschaftlichen und politischen Entwicklung, zur Kirchen- und Schulgeschichte und zum Vereinsleben ergänzen die Sammlung. Größere Stücke wie Leiterwagen, Weinfässer und Ackergeräte stehen im Innenhof, im Treppenhaus berichten Fotos und Schautafeln über die jüngere Ortsgeschichte.
Sonderausstellung
Die Römer In Lengsdorf
Das Museum beschränkt sich nicht auf seinen festen Bestand. In regelmäßigen Abständen richtet es Sonderausstellungen zu wechselnden Themen aus Heimat- und Volkskunde ein, begleitet von Vorträgen und Exkursionen, die einzelne Kapitel der Lengsdorfer und der regionalen Geschichte vertiefen. Ein eindrucksvolles Beispiel ist „Die Römer in Lengsdorf“. Grundlage ist eine Leihgabe des LVR-LandesMuseums Bonn, die am 28. November 2012 in einer kleinen Feierstunde übergeben wurde: Fundstücke aus einem römischen Fassbrunnen, der in den 1930er Jahren auf dem Gelände der ehemaligen Lengsdorfer Ziegelei freigelegt worden war. Sie kehrten damit an ihren Fundort zurück. Gezeigt werden unter anderem die Terrakotta einer sitzenden Matrone, Webgewichte, ein Amphorenhenkel und Terra-Sigillata-Scherben. Die Stücke sind heute dauerhaft im Museum zu sehen.
Tag des offenen Museums
Am Tag der offenen Museen in Bonn öffnet auch der Heimat- und Verschönerungsverein die Türen des Heimatmuseums. Der Tag ist dabei mehr als ein verlängerter Rundgang. Mitglieder des Vereins führen handwerkliche Bräuche vor, darunter das Backen von Waffeln mit alten Eisen. Was sonst als Sachzeugnis in der Vitrine liegt, ist an diesem Tag wieder in Gebrauch. Eingeladen werden dazu auch Gäste aus Politik, Kirche und Wirtschaft. Die Seite Offenes Museum sammelt die Berichte dieser Tage, dokumentiert sind bislang 2015 und 2016. Sie führt zugleich an den Anfang zurück: zur Sammlung, die aus einer privaten Ausstellung in einer Scheune hervorging, und zur Eröffnung des Museums in der Alten Schule im September 1988.





















