Wappen des Heimat- und Verschönerungsvereins Lengsdorf e.V.

Geschichte des Heimatmuseum Lengsdorf

Wie das Museum entstand

Das Gebäude selbst gehört zur Lengsdorfer Geschichte.

Die alte Schule an der Lengsdorfer Hauptstraße wurde 1836 erbaut, sie bot 108 Kindern Platz und kostete 116 Thaler. Der erste Lehrer hieß Caspar Blum. Bis 1872 wuchs die Schülerzahl auf 165, und in der Nähe der Kirche entstand eine zweite Schule. Das alte Gebäude diente fortan als Gemeindehaus, später als Unterkunft für Gemeindebedienstete. Letzter Gemeindediener der in dem alten Schulgebäude wohnte, war Karl Schmitz, der als Feldschütz die Lengsdorfer Äcker bewachte.
(Ein Feldschütz auch Flurschütz, Feldhüter oder Flurwärter genannt, ist eine Person, die im Auftrag einer Gemeinde, über die Ordnung in der Land- und Forstwirtschaft wacht.)
Man stellte die Räumlichkeiten nach dem Krieg bis 1979 für ausgebombte Familien, als Sozialwohnung zu Verfügung.
1988 renovierte die Stadt Bonn den zweistöckigen Klinkerbau, und der Heimat- und Verschönerungsverein übernahm die Einrichtung des Museums.

Wappen des Heimat- und Verschönerungsvereins Lengsdorf e.V.

Artikel von Jörg Krämer kündigt an, dass das Heimatmuseum im Sommer erstmals öffnen soll, und berichtet über die laufende Renovierung der Alten Schule durch die Stadt Bonn. Zitiert wird Karl Keienburg, Vorsitzender des Heimat- und Verschönerungsvereins, der die Pläne für drei Räume im zweistöckigen Klinkerbau beschreibt: eine Bauernstube mit alten Küchenmöbeln und Hausrat, Vitrinen im zweiten Stock, größere Exponate wie Leiterwagen, Weinfässer und Ackergeräte im Innenhof, dazu Fotos und Schautafeln im Treppenhaus. Erwähnt werden eine schalenförmige Urne aus der Zeit um 1000 vor Christus, die Henseler in seinem Garten gefunden hatte, sowie Bartmanns-Krüge aus mittelalterlicher Siegburger Keramik. Die Schwarzweißfotografie zeigt die Alte Schule während der Renovierung.

Aus dem Sommer wurde der Herbst. Eröffnet wurde am 17. September 1988 um 11 Uhr, mit bayerischer Blaskapelle, rheinischem Reibekuchen und Kölsch.

Wappen des Heimat- und Verschönerungsvereins Lengsdorf e.V.

September 1988. Das Plakat zeigt historische Ansichten von Kirche, Hauptstraße und Bachstraße sowie vorgeschichtliche Keramikgefäße aus der Sammlung. Als Adresse ist die „Alte Schule“, Lengsdorfer Hauptstraße 16, angegeben.

Wappen des Heimat- und Verschönerungsvereins Lengsdorf e.V.

Der Artikel stellt Konzeption und Ausstellungsstücke des Museums vor. Ziel sei es, die Geschichte Lengsdorfs von den Ursprüngen bis in die Gegenwart zu dokumentieren, anhand von Gegenständen, die bis zu 4500 Jahre alt sind. Alle Stücke wurden in und um Lengsdorf gefunden, ihre Echtheit und Datierung bestätigte das Rheinische Landesmuseum Bonn, das auch die notwendigen Restaurierungen übernahm. Karl Keienburg wird mit den Worten zitiert, bei ihnen sei alles echt. Ab Sonntag, dem 9. Oktober, sollte das Museum sonntags von 10 bis 12 Uhr öffnen.